geschichte

Vermutlich in den 50er oder 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts und der beginnenden Mechanisierung in der Landwirtschaft haben unsere (Ur-)Großväter das „Landwirtschaftliche Casino Biedermannsdorf“ als Verein gegründet.
Geräte, welche für den einzelnen Landwirtschaftsbetrieb unerschwinglich oder unrentabel waren, wurden vom Casino angekauft und an die Mitglieder verliehen.

1984 wurde das Casino in die „Maschinengenossenschaft Biedermannsdorf“ umgewandelt und 1987 die wahrscheinlich erste Traktorgemeinschaft Österreichs gegründet. Fachzeitschriften berichteten nicht nur über das für damalige Zeiten höchst fortschrittliche Geschäftsmodell, sondern auch über die großen Maschinen. Während alle größeren europäischen Traktorhersteller ihre Leistungsobergrenzen bei ca. 200 PS angesiedelt hatten, spezialisierte sich die kleine Firma „Schlüter“ auf den Bau von handgefertigten Großtraktoren bis 300 PS.
Die Maschinengenossenschaft Biedermannsdorf erwarb damals einen Super Trac 2400 mit 240PS (Einsatzgewicht über 10t) und entsprechenden Geräten. Trotz aller Vorbehalte über die Sinnhaftigkeit eines Gemeinschaftstraktors, war dieser bis 2010 erfolgreich im Einsatz und ein großer Gewinn für alle Mitglieder.

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ging aber auch an der Maschinengenossenschaft Biedermannsdorf nicht vorbei. So reduzierte sich die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe in einer Generation um gut 2/3. Waren in den Gründungszeiten die Betriebe zu klein für eine moderne Mechanisierung, so gewann mit wachsender Betriebsgröße die Eigenmechanisierung wieder an Bedeutung. Der Engpass zeigte sich hingegen bald bei den Arbeitskräften.

So gewann die Genossenschaftsidee ab 2010 wieder rasch an Bedeutung. Die nunmehr wesentlich geringere Anzahl an Mitgliedern vertiefte die Zusammenarbeit erheblich und setzte neue Schwerpunkte. Ging es vormals um die gemeinsame Nutzung von Maschinen, so entwickelte sich nun durch überbetriebliche Zusammenarbeit und Betriebsplanung sowie gemeinsamen Ein- und Verkauf in kurzer Zeit eine Betriebsgemeinschaft.

 

Dieser Entwicklung wurde 2011/12 mit neuen Satzungen und einer Namensänderung auf AGeB (Agrargemeinschaft Biedermannsdorf) Rechnung getragen.
Mit 1. Oktober 2013 haben sich die verbliebenen Einzelbetriebe zu einem Gemeinschaftsbetrieb, der AGeB Agrargemeinschaft OG zusammengeschlossen.